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Hier finden Sie die wichtigsten Informationen und konkrete Ratschläge zu weitverbreiteten Gesundheitsrisiken.
Informieren Sie sich allgemein oder zu dem Gesundheitsthema, das sie speziell betrifft.

Medizinische Beschwerden

BMI – Body Mass Index

Der Body-Mass-Index (BMI) ist der wichtigste Maßstab für die Beurteilung des Gewichtes. Es wird durch das Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße berechnet und in kg/m² ausgedrückt. Anhand des BMI werden 5 Gewichtsklassen unterschieden: 

BMI (kg/m²) Gewichtskategorien
< 18,5 Untergewicht
18,5 – 24,9 Normalgewicht
26 – 29,9 Übergewicht
30 – 34,9 Adipositas Grad I
35 -39,9 Adipositas Grad II
> 40 Adipositas Grad III

Sie finden online zahlreiche Websites, die eine kostenlose Berechnung des BMI anbieten wie z.B. die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.uebergewicht-vorbeugen.de/wenn-es-schwerer-wird/uebergewicht/bmi-rechner-das-gewicht-im-blick/

Eisenmangel

Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Ein Mangel an Eisen führt in erster Linie durch Blutarmut zur Leistungsminderung, Müdigkeit, Blässe und Schwäche. Zudem kann es zu Haarausfall, brüchigen Nägeln und sogar zum Restless-Legs-Syndrom (Syndrom der unruhigen Beine) führen. Ein Mangel entsteht durch erhöhten Bedarf (z.B. bei einer Schwangerschaft), durch Verlust (z.B. bei verstärkter Regelblutung) oder durch verminderte Aufnahme entstehen. 

Der Tagesbedarf an Eisen beträgt ca. 10mg bei Männern und 15mg bei Frauen. In der Schwangerschaft liegt der Bedarf bei ca. 30mg täglich. Tierische Lebensmittel erhalten besser verwertbares Eisen als pflanzliche Lebensmittel. In Wurstwaren (Blutwurst), Leber (Gans, Kalb), Nüssen (Pinienkerne, Haselnüsse) und in Gewürzen (Thymian, Basilikum) ist Eisen reichlich vorhanden. Für die genauen Angaben bezüglich einer eisenreichen Ernährung verweisen wir auf die Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (www.dge.de) und die Seite Lebensmittel-Nährstoffe (www.lebensmittel-naehrstoffe.de). 

Die Aufnahme von Eisen kann durch Vitamin-C verstärkt werden (z.B.: Zitrusfrüchte) wobei Kaffee bzw. schwarzer Tee die Aufnahme von Eisen hemmen. 

Die Ursache eines Eisenmangels sollte immer geklärt werden. Eine Substitution kann durch eisenreiche Ernährung, durch eisenhaltige Tabletten oder durch Eiseninfusion (als letzte Möglichkeit) erfolgen. Die Behandlungskosten bei starkem Eisenverlust (Blutarmut durch Eisenmangel) werden in der Regel durch die Krankenkassen erstattet.  

Erhöhte Blutdruckwerte

Erhöhter Blutdruck (Hypertonie) ist ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall und auch für Niereninsuffizienz. Die Hypertonie zählt zu den häufigsten Erkrankungen in den Industrieländern. Im Hintergrund stehen genetische Ursachen und/oder ein ungesunder Lebensstil bzw. selten auch andere Erkrankungen, wie zum Beispiel das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS). Zudem begünstigt ein erhöhtes Alter das Entstehen von Hypertonie durch Abnahme der Elastizität der Arterien, welches ein natürlicher Prozess ist.

So läuft eine korrekte Blutdruckmessung (mit Oberarmmanschette) ab: 

  • Position: im Sitzen
  • Zeitpunkt: in der Regel morgens und abends aber auch tagsüber.  
  • Wichtig: immer in der Ruhe, d.h. mindestens 3 Minuten vor der Messung warten
  • Manschette auf den unbekleideten Oberarm mittig auflegen
  • Oberarm in Herzhöhe und entspannt halten
  • Messergebnis ablesen, notieren
  • Gerne immer 2x messen und die Seiten wechseln 

*Von einer Messung mit Handgelenkgeräten raten wir ab, da sie leider oft ungenau sind. 

Ergebnisse: Idealerweise sollte der „obere“ (systolische) Wert weniger als 120mmHg und der „untere“ (diastolische) Wert weniger als 80mmHg sein. Werte bis 140mmHg / 90mmHg sind noch akzeptabel. Wobei der obere Wert relevanter ist. 

Einteilung Oberer Wert (mmHg) Unterer Wert (mmHg)

Optimaler Blutdruck

<120 <80
Normaler Blutdruck 120-129 80-84
Hochnormaler Blutdruck 130-139 85-89
Leichte Hypertonie 140-159 90-99
Mittlere Hypertonie 160-179 100-109
Schwere Hypertonie >180 >110

 

Folgende, nicht medikamentöse Maßnahmen helfen Ihnen, Ihre Blutdruckwerte zu reduzieren: 

  • 3-4x pro Woche Ausdauertraining in moderater Intensität von mindestens 30 Min. Training und 90 Min./Woche: z.B.: Schwimmen, Radfahren, Joggen etc.
  • Bei der Ernährung orientieren Sie sich an der „mediterranen“ Kost: essen Sie viel Gemüse, Obst, Fisch und kochen Sie mit Olivenöl.
  • Versuchen Sie Ihren Salzkonsum zu reduzieren (< 6g/Tag)
  • Meiden Sie Produkte mit gesättigten tierischen Fetten, wie Käse, Wurst, Fleisch, Butter etc.
  • Meiden Sie Chips, Süßwaren und Fertigprodukte
  • Beschränken Sie Ihren Alkoholkonsum: 
    - Frauen Maximum 10g / Tag (z.B.: 1dl Wein / 2dl Bier)
    - Männer Maximum 20g /Tag (z.B.:  2dl Wein / 4dl Bier)
    - Halten Sie sich an mindestens 2 alkoholfreie Tage der Woche

Weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die ebenso betrachtet werden sollten:

  • Rauchen Sie nicht
  • Erhöhte Cholesterinwerte sollten gesenkt bzw. normalisiert werden (mehr Information siehe: Erhöhte Cholesterinwerte)
  • Erhöhte Blutzuckerwerte sollten gesenkt bzw. normalisiert werden (mehr Information siehe: Erhöhte Blutzuckerwerte)
  • Bei Übergewicht sollten Sie eine Gewichtsreduktion bis zu einem BMI im Normalbereich anstreben (18,5-24.9 kg/m2) (mehr Information siehe: BMI)
Erhöhte Cholesterinwerte

Erhöhte Cholesterinwerte sind wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Im Hintergrund steht entweder eine genetische Disposition oder ein ungesunder Lebensstil bzw. oft sind beide gleichzeitig vorhanden. Das LDL-Cholesterin (auch als „schlechtes Cholesterin“ bekannt) bzw. der Gesamtcholesterinwert sind in der Entstehung von Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) bedeutsam. Dahingegen spielt das HDL-Cholesterin (auch als „gutes Cholesterin“ bekannt) eine schützende Rolle.

Die Betroffenen haben lange keine Beschwerden, auch wenn schon erhebliche Cholesterinablagerungen in ihren Gefäßwänden vorhanden sind: ein Herzinfarkt oder Schlaganfall kommt meistens ohne Vorwarnung. Daher sind regelmäßige Check-ups wichtig.

Folgende nicht-medikamentöse Maßnahmen können Ihnen helfen Ihre Cholesterinwerte zu reduzieren:

  • 3-4x pro Woche Ausdauertraining in moderater Intensität von mindestens 30 Min. Training und 90 Min/Woche: z.B.: Schwimmen, Radfahren, Joggen etc.
  • Bei der Ernährung orientieren Sie sich an der „mediterranen“ Kost: essen Sie viel Gemüse, Obst, Fisch und kochen Sie mit Olivenöl. Walnüsse haben ebenso eine protektive Wirkung. Bevorzugen Sie ebenso Vollkornprodukte.
  • Meiden Sie den Konsum von gesättigten Fetten, welche in tierischen Produkten vorkommen, wie: Käse, Wurst, Fleisch, Butter etc.
  • Meiden Sie Chips, Süßwaren und Fertigprodukte

Natürlich sollten weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ebenso betrachtet werden:

  • Nicht Rauchen
  • Erhöhte Blutdruckwerte sollten gesenkt bzw. normalisiert werden (mehr Information siehe: Erhöhte Blutdruckwerte)
  • Erhöhte Blutzuckerwerte sollten gesenkt bzw. normalisiert werden (mehr Information siehe: Erhöhte Blutzuckerwerte)
  • Bei Übergewicht sollten Sie eine Gewichtsreduktion bis zu einem BMI im Normalbereich anstreben (18,5-24.9 kg/m2) (mehr Information siehe: BMI)
Erhöhter Blutzuckerspiegel

Zuckerkrankheit ist ein relevanter Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und arterielle Verschlusskrankheiten. Zudem kann es zu Niereninsuffizienz, Nervenschädigungen, Sehstörungen bis zur Erblindung, verzögerten Wundheilung und sogar zum sogenannten diabetischen Fuß-Syndrom führen.  
Prädiabetes liegt vor, wenn die Blutzuckerwerte nicht mehr im normalen Bereich aber noch nicht im „Zuckerkrankheit-Bereich“ liegen, es handelt sich also um eine Vorstufe der Zuckerkrankheit. 
Die nicht-medikamentösen Maßnahmen spielen eine wichtige Rolle bei der Therapie der Zuckerkrankheit und natürlich auch in der Prävention bzw. bei Prädiabetes.

Empfehlungen zur Prävention:

•   Ernährung: generell sollten Sie sich kohlenhydratarm und proteinreich ernähren mit Orientierung an der „mediterranen“ Diät. Nützliche Tipps finden sie unter: www.diabinfo.de

•   Bewegung: 3-4x/Woche Ausdauertraining in moderater Intensität von mindestens 30 Min/Training und 90 Min/Woche: z.B.: Schwimmen, Radfahren, Joggen etc. Gerne aber auch mehr und in Kombination mit Krafttraining.

•   Gewichtsreduktion: Bei Übergewicht sollten Sie eine Gewichtsreduktion bis zu einem BMI im Normalbereich (18,5-24.9 kg/m2) anstreben. Siehe auch „Infoblatt-BMI“.


Natürlich sollte man die weiteren Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ebenso betrachten:

•    Nicht Rauchen
•    Erhöhte Cholesterinwerte sollten gesenkt bzw. normalisiert werden (mehr Informationen siehe: Infoblatt-Erhöhte Cholesterinwerte)
•    Erhöhte Blutdruckwerte sollten gesenkt bzw. normalisiert werden (mehr Informationen siehe: Infoblatt-Erhöhte Blutdruckwerte)

Erhöhter Harnsäuren-Spiegel und Gicht

Im Folgenden haben wir Ihnen die wichtigsten konservativen Allgemeinmaßnahmen zusammengefasst, um Ihren Harnsäurespiegel zu reduzieren und damit das Risiko eines Gichtanfalls zu verringern:

  • Meiden Sie den Konsum von gesüßten Getränken und Fruchtsäften
  • Meiden Sie den Konsum von Bier und hochprozentigem Alkohol. Der tägliche Weinkonsum von max. 2 dl bei Männern und 1 dl bei Frauen wird nicht mit einem vermehrten Auftreten von Gichtanfällen assoziiert.
  • Meiden Sie fettiges Essen
  • Meiden Sie den Konsum von Muscheln und Krebsen
  • Rauchen Sie nicht
  • Konsumieren Sie magere Milchprodukte
  • Benutzten Sie beim Kochen Olivenöl
  • Trinken Sie viel Wasser
Folsäuremangel

Folsäure ist ein lebenswichtiges Vitamin. Ein Mangel an Folsäure führt in erster Linie zu Blutarmut, welche sich in diversen Symptomen zeigt: Leistungsminderung, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel etc. Darüber hinaus kann ein Folsäuremangel bei Schwangeren das Risiko einer Frühgeburt erhöhen sowie zu anderen Fehlentwicklungen wie „offenem Rücken“ oder „Hasenscharte“ (Lippen-Kiefer-Gaumenspalte) führen. 

Der Tagesbedarf von Folsäure beträgt bei Erwachsenen 300 Mikrogramm und bei Schwangeren 550 Mikrogramm. Diverse Gemüsesorten (z.B. Spargel, Brokkoli), Gewürze (Basilikum, Rosmarin), Obst (v.a. Zitrusfrüchte) und Innereien (v.a. Leber) enthalten reichlich Folsäure. Für genaue Angaben bezüglich einer folsäurereichen Ernährung verweisen wir auf die Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (www.dge.de) und die Seite für Lebensmittel-Nährstoffe (www.lebensmittel-naehrstoffe.de). 

Die Ernährung kann zudem auch mit Folsäure-haltigen Tabletten, welche in der Regel frei verkäuflich sind, unterstützt werden.

In Einzelfällen kann es trotz folsäurereicher Ernährung und/oder regelmäßigen Einnahmen von Vitamintabletten aufgrund verminderter Aufnahme im Magen-Darm-System (z.B. durch Zöliakie) zu einem Mangel kommen. In diesen Fällen ist eine Substitution mit Spritzen möglich, welche entweder in eine Vene oder in den Muskel im Rahmen einer „Kur“ (4 Spritzen) verabreicht werden. 

Die Kosten der Spritzen werden durch die Krankenkassen nicht übernommen, es handelt sich um eine Selbstzahlerleistung.

Schlafstörung

Falls Sie unter Schlafstörung leiden, empfehlen wir Ihnen folgende einfache konservative Maßnahmen umzusetzen: 

  • Achten Sie auf regelmäßige körperliche Aktivität
  • Trinken Sie am Nachmittag keine koffeinhaltigen Getränke
  • Vermeiden Sie schwere Mahlzeiten am Abend
  • Meiden Sie Alkohol und benutzen Sie es keineswegs als Schlafmittel
  • Strengen Sie sich vor dem Zubettgehen nicht an, weder geistig noch körperlich
  • Sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre im Schlafzimmer
  • Installieren Sie keinen Fernseher im Schlafzimmer
  • Benutzen Sie das Bett zum Schlafen
  • Versuchen Sie morgens zur gleichen Zeit aufzustehen
  • Schlafen Sie tagsüber nicht
Sodbrennen

Wir haben Ihnen die wichtigsten konservativen Allgemeinmaßnahmen zusammengefasst, um Ihre Reflux-Beschwerden (Sodbrennen) zu verringern: 

  • Meiden Sie scharfe und stark gewürzte sowie fettreiche Speisen
  • Meiden Sie kohlensäurehaltige Getränke
  • Meiden Sie den Verzehr von Schokolade
  • Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum
  • Meiden Sie das Rauchen
  • Reduzieren Sie Ihren Kaffeekonsum
  • Reduzieren Sie den Konsum von Zitrusfrüchten
  • Schlafen Sie mit leicht erhöhtem Oberkörper
  • Meiden Sie Spätmahlzeiten am Abend: letzte Nahrung mind. 2 Stunden vor dem Schlafengehen
  • Bei Übergewicht sollten Sie eine Gewichtsreduktion bis zu einem BMI im Normalbereich anstreben (18,5-24,9 kg/m2). Mehr Informationen unter BMI. 
Vitamin-D-Mangel

Vitamin-D ist die Sammelbezeichnung einer Gruppe von fettlöslichen Vitaminen. Es spielt eine wesentliche Rolle im Kalzium- und Phosphathaushalt und beeinflusst damit relevant den Knochenstoffwechsel.

Ein Mangel an Vitamin-D kann zu schwachen und brüchigen Konchen (Rachitis bei Kindern, Osteomalazie bzw. Osteoporose bei Erwachsenen) sowie zur Muskelschwäche und zu Koordinationsschwierigkeiten führen. Ebenso werden Folgen durch Vitamin-D-Mangel wie die Erhöhung des Risikos für Herz-Kreislauferkrankungen, für einige Krebsarten, für Zuckerkrankheit, und für Immunsuppression diskutiert.  

Die Hauptversorgung von Vitamin-D erfolgt durch die körpereigene Produktion in der Haut durch UVB-Strahlung. Für eine ausreichende Bildung genügt es nach derzeitigen Erkenntnissen, wenn Sie Ihr Gesicht, Hände, und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutzmittel in Sommermonaten (April-September) zwei- bis dreimal pro Woche für ca. 10-15 Minuten dem natürlichen Sonnenlicht aussetzten. 

Die Aufnahme von Vitamin-D über die Nahrung (enthalten z.B. in Lachs, Hering, Makrele, Hühnereigelb) trägt lediglich zu einem geringeren Anteil (ca. 10-20%) der Versorgung bei und kann alleine den Bedarf nicht decken. 

Im Winter und bei älteren, pflegebedürftigen Menschen, bei Menschen mit dunklem Hauttyp sowie bei Solchen, die sich wenig im Freien aufhalten oder ihren Körper großflächig mit Kleidung bedecken, kann ein Mangel an Vitamin-D entstehen.  

Dieser kann mit entsprechenden Vitamin-D-Präparaten kompensiert werden. Hier ist wichtig zu erwähnen, dass im Gegensatz zu der körpereigenen Produktion durch Sonnenlicht und der Aufnahme durch die Nahrung, eine Überdosierung möglich ist, welche unter anderem die Bildung von Nierensteinen begünstigt. Deswegen raten wir von der selbstständigen Einnahme von Vitamin-D Präparaten ab. Die individuelle Dosierung sollte nach einer ärztlichen Beurteilung erfolgen. 

Die Messung des Vitamin-D-Spiegels erfolgt im Blut. 

Wichtiger Hinweis: Weder die Messung, noch die Behandlung eines Mangels wird durch die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel übernommen. Daher handelt es sich hier um eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) bei der Blutabnahme. Die Vitamin-D-Präparate werden auf Privatrezept verordnet.

Vitamin-B12-Mangel

Der Begriff Vitamin-B12 ist ein Sammelbegriff für mehrere wasserlösliche Vitamine, welche die gleiche biologische Wirkung haben. 

Ein Mangel an Vitamin-B12 kann einerseits zur Blutarmut und dadurch zu Leistungsabfall, Müdigkeit, Schwäche andererseits zu neurologischen Symptomen wie zum Beispiel Gefühlstörungen an den Extremitäten, Gangunsicherheit und sogar zu Demenz führen.

Der Tagesbedarf vom Vitamin-B12 beträgt bei Erwachsenen 4 Mikrogramm, und bei Schwangeren 4,5 Mikrogram täglich. Durch eine reine vegetarische Ernährung kann der Tagesbedarf nicht gedeckt werden, da die Quellen von Vitamin-B12 tierische Lebensmittel sind. Unter anderem Leber (Gans, Rind, Schwein) und Meeresfrüchte (Sardellen, Oktopus, Muscheln) sind reich an Vitamin B12. Für genaue Angaben bezüglich einer Vitamin-B12-reichen Ernährung verweisen wir auf die Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (www.dge.de) und der Seite Lebensmittel-Nährstoffe (www.lebensmittel-naehrstoffe.de). 

Die Ernährung kann zudem auch mit Vitamin-B12-haltigen Tabletten, welche in der Regel frei verkäuflich sind, unterstützt werden.

Trotz einer Vitamin-B12-reichen Ernährung und/oder regelmäßigen Einnahmen von Vitamintabletten kann es in Einzelfällen aufgrund verminderter Aufnahme des Magen-Darm-Systems (z.B. durch Magenresektion oder Zöliakie) zu einem Mangel kommen. In diesen Fällen ist eine Substitution mit Spritzen möglich, welche entweder in eine Vene oder in den Muskel in Rahmen einer „Kur“ (4 Spritzen) verabreicht werden.

Die Kosten der Spritzen werden durch die Krankenkassen nicht übernommen, es handelt sich um eine Selbstzahlerleistung.

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